QTA droht mit Arbeitsverweigerung

Foto: Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH

Die QTA verliert die Geduld mit den Airlines und Veranstaltern, die sich in der Coronakrise nicht um ihre Kunden kümmern und die Arbeit den Reisebüros überlassen. Gerade angesichts der aus Steuergeldern bezahlten staatlichen Hilfen sei es den Kunden nicht vermittelbar, dass sich einige Airlines nun bereits seit Monaten weigern, Kundengelder zurückzuzahlen. Ebenso wenig lasse sich erklären, warum manche Veranstalter nur sehr schlecht und sogar gar nicht erreichbar seien. Diese eklatanten Versäumnisse würden nun bereits seit einem Vierteljahr von den Reisebüros aufgefangen. „Die Mitarbeiter in den Büros leisten einen unschätzbaren Dienst für die gesamte Branche, indem sie, wie man es von ihnen gewöhnt ist, ihre Kunden umfassend betreuen und damit auch als Puffer zwischen ihnen und den Leistungsträgern dienen,” sagt QTA-Sprecher Thomas Bösl. Jetzt seien sie aber nicht länger bereit, für die Versäumnisse der Airlines und Veranstalter geradezustehen. „Gerade jetzt, wo die Reisebüros endlich wieder aktiv buchen können, müssen auch die durch die Krise entstandenen Belastungen gerecht zwischen den Partnern Airlines, Veranstalter und Vertrieb verteilt werden, so dass auch die Reisebüros wieder ihren eigentlichen Aufgaben im Dienste der Kunden nachgehen können.” Kommt es zu keiner Änderung, werden Büros laut Bösl die Arbeit für diejenigen Veranstalter und Airlines, die nicht für den Vertrieb erreichbar sind, einstellen und die Kunden direkt an Leistungsträger verweisen. „Solidarität ist keine Einbahnstraße. Das Maß ist voll.”

 

 

19 Antworten auf QTA droht mit Arbeitsverweigerung

  • Es ist auch erbärmlich, daß den Reisebüros keine Provisionen oder Aufwandsentschädigung gezahlt werden !

    • Endlich einer , der sich für uns einsetzt. Unsere Lobby ist so schwach. Die Rahmenbedingungen waren auch vor der Corana Krise schon längst nicht mehr zeitgemäß. Veranstalter betrachten uns als billige Arbeitskräfte – Schluss damit.!Auch die Arbeit in diesen harten Monaten des Corona verdient eine Vergütung für uns. Nicht nur Treuerabatt für Kunden – auch Entlohnung für unsere getanne Arbeit verdient finanziellen Respekt. Vielen Dank für Ihren Einsatz. Das fehlt leider bei vielen Branchenvertretern.

  • Herr Bösl spricht mir aus der Seele, nicht nur daß wir seit Monaten ohne jegliche Einnahmen arbeiten, erschweren uns die Veranstalter noch das Leben, damit dass sie bei Rückzahlungen immer wieder auf die Reisebüros hinweisen, die ihnen die Arbeit abnehmen und den Frust der Kunden über nicht erfolgte Zahlungen abbekommen. Eine Arbeitsverweigerung für diese Veranstalter wäre nun fällig.

  • Sehr gut QTA und Herr Bösl, wir stehen geschlossen dahinter, VIELEN DANK!

  • gut gebrüllt Löwe – zu wünschen bleibt, dass es nicht zum Eigentor und damit das gute Tier zahnlos wird…….. Beim Kunden wird dadurch sicher nicht wirklich der Eindruck hinterlassen einen Vorteil davon zu haben im Reisebüro zu buchen. Warum bietet man nicht selbst ein Auffangnetz für Kunden an? Eine Rückholgarantie á la Lufthansa, kurzfristig mögliche, kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen z.B. lassen sich bestimmt auch in einer konzertierten Aktion in Zusammenarbeit mit einer Versicherung stemmen. Ein solches, natürlich kostenpllichtiges “Rundum-Sorglos-Paket” bringt Zusatzeinnahmen und greifbaren Mehrwert für den Kunden. Oder ist es bequemer Leistungsträger anzuprangern, die sowas selbst anbieten?

    • Wer verbirgt sich hinter HPJ ? Keine eier in den Hosen, um sich öffentlich zu dem verzapften Quatsch zu bekennen ?

      • HPJ hat mit Sicherheit keinen blassen Schimmer von dieser Branche. Ist ja nicht der erste Blödsinn, den er hier ablässt Also einfach ignorieren.

  • Endlich spricht man mir aus dem Herzen,. Das ist der richtige Weg. Weg mit Veranstaltern und Airlines, die nichts vom Reisebüro erreichbar sein wollen. Es gibt so viele schöne Veranstalter, die die gleiche Leistung bieten,.Nur Durchziehen muss man das konsequent, denn verdient haben es die kleineren Veranstalter, die immer für uns da waren.

  • Super, Herr Bösl, gut dass Sie hinter uns stehen- vielen Dank dafür! Manche VA geben soviel Welcome- und Treuerabatt, das ist wie eine Abwrackprämie – wir Reisebüros bekommen dadurch noch weniger Provision. Das darf so nicht weitergehen. Viele Grüße

  • Das Bild, welches manche Veranstalter abliefern ist einfach nur erbärmlich.
    Allen voran TUI, aber das ist gottseidank auch im vollem Umfang bei den Kunden angekommen und man wird es an den nicht erfolgten Folgebuchungen merken.

  • ..das einzig Wahre!

  • Bin bei der Aktion sofort dabei, denn die inzwischen schon dunkelrote Karte ist schon längst überfällig.

  • Wir stehen voll hinter Ihnen. Außer Aufwand – nichts gewesen

  • Wir unterschreiben jede Zeile des Artikels, das muss an die Öffentlchkeit gebracht werden und dann sollten alle Reisebüros zusammen halten. Irgendwann mal ist auch unsere Geduld am Ende! Einen Mehrwert im Reisebüro gebucht zu haben sieht der Kunde nicht, denn sein Geld erhält er ja trotz unserer Interventionen nicht

  • Die Kritik von Herrn Bösl ist undifferenziert und trifft nicht ‘des Pudels Kern’.
    Tatsache ist, daß auf der Veranstalterseite an den Hotlines Kollegen/innen wie Du und ich sitzen, die durch die Kurzarbeit auch bei den Veranstaltern die gleiche Kernerarbeit leisten wie wir. Alle Veranstalter haben auf mannigfache Art die Informationen in die Infosysteme eingestellt, wie mit Umbuchungen und Stornierungen umzugehen ist. Außerdem besteht nach wie vor die Möglichkeit, die Lösung von Problemen auf schriftlichem Wege anzugehen. Damit erreiche ich im Übrigen die Dokumentation des Vorgangs bzw. der Nichtbearbeitung durch den Leistungsträger.
    Unser Problem ist und bleibt die Nichtbezahlung unserer Arbeit!
    Was Herr Bösl, aus welchem Grund auch immer, nicht wahrhaben möchte, ist die Tatsache, daß hier nur gesetzliche Grundlagen eine dauerhafte Änderung bringen werden. Wenn sich Fluggesellschaften nach wie vor OHNE Bezahlung unsere Dienste in Anspruch nehmen dürfen. Wenn Konzerne wie die TUI Staatshilfe in Anspruch nehmen und andererseits tausende von Mitarbeitern freistellen und trotzdem dubiosen, milliardenschweren Aktionären 10% Dividende zahlen dürfen, dann ist der Gesetzgeber gefordert. Das Handelsgesetz bedarf der Erneuerung. Aus Sicht der Reisebüros ist es der §87a HGB. Da muß zwingend stehen, daß der Handelsherr dem Handelsvertreter, ungeachtet einer Rückabwicklung bzw. gerade auch dann, die Provision für die geleistete Arbeit zu belassen hat.
    Übrigens hat der Gesetzgeber die Möglichkeit, im Falle einer Pandemie “Notgesetze” zu erlassen.
    Hier wäre eine Möglichkeit gewesen!
    Alle Eigentümer der großen deutschen Reiseveranstalter sind Milliadäre bzw. erabeiten, auf welchem Geschäftsfeld auch immer, noch Millionengewinne. Warum fordert der Staat nicht den Einsatz privater Mittel bzw. Bilanzgewinne aus verbundenen Unternehmen von diesen Eigentümern und Gesellschaften. Uns Reisebüros darf der Lohn für monatelange doppelt und dreifach geleistete Arbeit und Liquidität in 5-/6- und siebenstelliger Höhe wieder vom Konto gezogen werden??
    Absurder geht’s nimmer.

  • Sollte es mich im nächsten Jahr noch geben (und dafür kämpfe ich), wird es mir ein sehr großes Vergnügen sein meinen Kunden auf offen u. ehrlichste Weise von den geradezu sektenähnlichen-mafiösen Strukturen u. Vorgensweisen bestimmer VA´s / Airlines zu berichten und entsprechend umzusteuern….:-)

    • Endlich wird jemand aktiv, das ist eine Zumutung der Veranstalter was da seit März
      auf uns abgeladen wird. Man ist ja nur noch angespannt was gibts heute wieder
      für Änderungen wenn ich den Computer anmache. An Privatleben und ruhigen Schlaf ist seit März nicht mehr zu denken.
      mehr zu denken. Es kann doch nicht sein, dass wir im Reisebüro vollen Einsatz bringen
      für nichts. Ich bin da auch voll und ganz Ihrer Meinung. Diese schleppende Abwicklung
      von EM und Notizen ist eine Katastrophe, wenn telefonische Erreichbarkeit wäre könnte
      vieles schneller geregelt werden!

  • TUI bearbeitet vor allem die Vorgänge, die stattfinden könnten bei Flugänderungen nicht rechtzeitig, so dass am Schluss keine Flüge mehr vorhanden sind.

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen, es kommt die Zeit nach Corona und dann bleibt es an uns zu entscheiden, bei wem wir unsere Buchungen platzieren und bei wem eben nicht. In der Krise erhaltene Wertschätzung und Respekt meiner Arbeit gegenüber wird für mich sicherlich bei der Auswahl des Veranstalters/Airline zukünftig eine große Rolle spielen. Dann sitzen wir am Schalthebel….

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