Versicherung muss nicht für Privatklinik zahlen

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Die Leistungspflicht der deutschen Krankenkassen für eine stationäre Behandlung während eines Türkeiurlaubs richtet sich nach türkischem Recht. Das hat das Sozialgericht Gießen entschieden. Geklagt hatte eine Urlauberin, die in der Türkei eine Herzattacke erlitten hatte. Sie wurde in bewusstlosem Zustand in eine Privatklinik eingeliefert und erhielt einen Herzschrittmacher. Die Versicherung hat aber nur knapp zehn Prozent der Kosten von 13.000 Euro erstattet. Zu Recht, befindet das Gericht. Denn ausschlaggebend sei der Kostenansatz, den der türkische Sozialversicherungsträger bei einer vergleichbaren Behandlung in einem Vertragskrankenhaus zu zahlen gehabt hätte. Die Kosten für die Behandlung in einer Privatklinik seien auch in der Türkei üblicherweise um ein Vielfaches höher als für die Behandlung in einem staatlichen Vertragskrankenhaus.

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