Thomas Cook stellt eigene Airlines auf den Prüfstand

Foto: Condor

Die Thomas Cook Group will sich mehr “finanzielle Flexibilität und Ressourcen” verschaffen, um die Umsetzung der eingeschlagenen Strategie beschleunigen zu können. Aus diesem Grund soll eine “strategische Prüfung” der Group Airlines stattfinden, zu denen auch Condor gehört. Ein Verkauf wird nicht ausgeschlossen. “Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Review-Prozesses, bei dem alle Optionen, wie wir den Wert für unsere Shareholder steigern und unseren strategischen Fokus intensivieren können, geprüft werden”, sagt CEO Peter Fankhauser. Der Konzern benötigt das Geld unter anderem, um verstärkt in die eigenen Hotel-Marken investieren und die Digitalisierung der Vertriebskanäle weiter vorantreiben zu können.

Thomas Cook betreibt derzeit eine Flotte von 103 Flugzeugen, von denen ein Viertel Langstreckenziele bedient. Die Group Airlines haben 2018 über 20 Millionen Passagiere befördert und 3,5 Milliarden Pfund Umsatz erwirtschaftet. Der operative Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 129 Millionen Pfund gestiegen. Im ersten Quartal 2018/19 habe sich das Geschäft mit einem saisonalen Verlust auf dem Niveau des starken Vergleichszeitraums des Vorjahres gut entwickelt, heißt es. Für den Sommer 2019 liegen die Buchungen  unter dem Vorjahr, da die Kapazitäten zu einigen Kurz- und Mittelstreckenzielen durch weniger Wet-Lease-Flüge reduziert  wurden. Dies werde teilweise durch eine gestiegene Nachfrage für Langstreckenziele ausgeglichen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sind um sechs Prozent gestiegen.

 

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