Thomas Cook sagt weitere Reisen ab

Foto: Thomas Cook

Thomas Cook Deutschland muss weitere Reisen absagen. Statt bis Ende Oktober werden jetzt alle Reisen bis Ende Dezember „aus insolvenzrechtlichen Gründen“ storniert. Dies gilt für die Veranstaltermarken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie für über Thomas Cook International gebuchte Leistungen. Die betroffenen Gäste sollen so schnell wie möglich informiert werden. Ihre Ansprüche können sie beim von der Zurich Versicherung beauftragten Dienstleister Kaera anmelden. „Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten,“ sagt Stefanie Berk (Foto), Vorsitzende der Geschäftsführung. „Mit dieser Entscheidung möchten wir aber auch eine größere Planungssicherheit insbesondere über die Weihnachtsfeiertage schaffen.“

Unterdessen gibt es in Oberursel Pläne für eine Wiederaufnahme des Betriebs. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, ab dem 1. Dezember wieder operativ tätig zu sein und dann auch Reisen ab dem 1. Januar 2020 wieder anbieten zu können“, so Berk. Der Stichtag 1. Dezember kommt nicht von Ungefähr. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter in Deutschland sind nämlich nur bis Ende November durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Um so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, wurde ein strukturierter Investorenprozess gestartet. „Die Investorengespräche sind in vollem Gang, laufen gut und machen Hoffnung“, versichert Julia Kappel-Gnirs, vorläufige Insolvenzverwalterin der Bucher Reisen & Öger Tours GmbH. Zahlreiche strategische Investoren und Finanzinvestoren hätten ihr Interesse an der gesamten deutschen Thomas Cook-Gruppe oder an einzelnen Unternehmensteilen bekundet.

 

 

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