Reisebüros sollen nicht für Fahrgastrechte haften

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Der DRV und der Deutsche Tourismusverband (DTV) freuen sich über einen Teilerfolg bei der Überarbeitung der EU-Fahrgastrechteverordnung. Ursprünglich war geplant, dass bei Bahnreisen auch die Fahrkartenverkäufer – sprich Reisebüros – nach Reiseantritt über Verspätungen und Anschlussverbindungen informieren müssen. Bei Verspätungen  sollten sie zum Beispiel Mahlzeiten anbieten oder für Hotelunterbringung sorgen. Auch war daran gedacht, dass Fahrkartenvermittler ein System zum Beschwerdemanagement einrichten sollen. Der EU-Ministerrat ist jedoch den Forderungen der Verbände gefolgt und nimmt die Fahrkartenverkäufer von diesen Pflichten aus. Bei den so genannten kombinierten Durchgangsfahrkarten ist die Kuh aber noch nicht vom Eis. Verpasst der Kunde bei der Bahnreise einen Anschluss, wird das Reisebüro in die Haftung genommen. Der Ministerrat sieht vor, dass der  Fahrkartenpreis erstattet und sogar eine Entschädigung gezahlt werden muss. Die Verbände hoffen auf Nachbesserung bei den anstehenden Verhandlungen zwischen EU-Parlament und Ministerrat.

 

 

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