Online-Reisebüro haftet für falsche Angaben

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Online-Reisebüros dürfen die Haftung für falsche oder irreführende Beschreibungen der Reiseleistungen auf ihrer Website nicht in den AGB grundsätzlich ausschließen. Das hat das Oberlandesgericht München nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) gegen Weg.de-Betreiber Comvel entschieden. Comvel hatte in seinen Geschäftsbedingungen unter der Überschrift “Haftungsbeschränkungen” darauf verwiesen, dass die Angaben zu den vermittelten Reisen ausschließlich auf Informationen der Leistungsträger beruhen. Sie stellten keine eigenen Zusagen des Vermittlers gegenüber dem Kunden dar. Laut Gericht kann sich der Reisevermittler aber nicht durch eine Klausel von seinen Sorgfaltspflichten befreien. Hat er falsche Angaben auf seiner Internetseite selbst verschuldet, oder gibt er Informationen weiter, von denen er weiß, dass sie falsch sind, hat der Kunden einen Anspruch auf Schadensersatz.

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