Thomas Cook weist Milliardenverlust aus

Foto: Thomas Cook

Thomas Cook weist im Geschäftsergebnis für das erste Halbjahr einen Nettoverlust von rund 1,7 Milliarden Euro aus. Grund ist eine Sonderabschreibung, die im Wesentlichen auf eine Neubewertung der Fusion mit My Travel in 2007 zurückgeführt wird. Auch der Brexit, die Hitzewelle des vergangenen Sommers und hohe Preise auf den Kanaren haben dem Konzern die Bilanz verhagelt. Die Buchungen haben im vergangenen Winterhalbjahr konzernweit um sieben Prozent zugelegt. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist allerdings um neun Prozent gesunken. Thomas Cook führt dies auf eine Verschiebung im Mix von Langstrecken- zu Kurz- und Mittelstreckenzielen zurück.

Für den laufenden Sommer liegen die Buchungen zwölf Prozent unter dem Vorjahr. Das entspreche weitgehend den Kapazitätsreduzierungen, die vorgenommen worden seien, um das operationelle Risiko besser zu steuern. In Kontinentaleuropa fällt das Buchungsminus allerdings größer aus. Ursache ist vor allem die schwächere Nachfrage in Deutschland. Rückgänge auf den spanischen Inseln und in Griechenland könnten nur teilweise  durch Zuwächse in der Türkei und Tunesien ausgeglichen werden.

Weiteren Gegenwind erwartet CEO Peter Fankhauser im Jahresverlauf durch höhere Treibstoff- und Hotelkosten. Dadurch werde das operative Ergebnis auch  im zweiten Halbjahr hinter dem Vorjahr zurückliegen.

 

 

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