Mehr Inhalt für Nationale Tourismusstrategie gewünscht

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Die im Koalitionsvertrag der möglichen Großen Koalition angekündigte Nationale Tourismusstrategie wird in der Branche überwiegend positiv aufgenommen, wenn auch mit unterschiedlichen Gewichtungen. Die Koalitionäre wollen “die touristische Entwicklung nachhaltig stärken”. Ziel ist ein “ganzheitlicher wirtschaftspolitischer Ansatz in Form einer nationalen Tourismusstrategie”. Die Rahmenbedingungen sollen verbessert werden. “Das ist ein sehr gutes Verhandlungsergebnis für den Tourismus in Deutschland”, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbands (DTV). Der Vertragstext greife einige der Forderungen des Verbands auf.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) sieht einen Schritt in die richtige Richtung, fordert aber, dass der ganzheitliche Ansatz “kein Lippenbekenntnis bleibt”. “Themen wie faire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu nationalen und internationalen Wettbewerbern, die digitalen Herausforderungen unserer Zeit, Bürokratieabbau und Arbeitsmarkt müssen aus unserer Sicht eine zentrale Rolle spielen”, stellt BTW-Präsident Michael Frenzel klar. Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV), sieht den Schritt der strategischen Ausrichtung längst überfällig, “da die berechtigten Interessen der Branche in der zurückliegenden Legislaturperiode nur unzureichend Eingang in das Regierungshandeln fanden”. Die wohlbekannten und drängenden Probleme eines für Deutschland wichtigen Industriezweigs müssten entschlossen angegangen werden.

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