Fosun übernimmt Mehrheit an Thomas Cook

Foto: Thomas Cook

Die Thomas Cook Group will die Konzernfluggesellschaften, darunter Condor, nun doch nicht verkaufen. Wegen der schwierigen Lage auf dem europäischen Reisemarkt bestünden Zweifel, dass ein Verkauf der Fluggesellschaft oder des Reiseveranstalters ganz oder teilweise dem Konzern einen zufriedenstellenden Wert zurückgebe, heißt es. Stattdessen strebt Thomas Cook nun eine Rekapitalisierung an. Man befinde sich dazu in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem größten Aktionär, der chinesischen Fosun Tourism Group.

Thomas Cook sollen durch die Rekapitalisierung 750 Millionen Britische Pfund an neuem Geld zufließen. Das soll ausreichend Liquidität für die kommende Wintersaison und für zukünftige Investitionen sichern. Fosun soll im Gegenzug eine „bedeutende Mehrheitsbeteiligung“ am Veranstaltergeschäft und eine „bedeutende Minderheitsbeteiligung“ an der Airline halten. CEO Peter Fankhauser sieht in dem Plan „eine pragmatische und verantwortungsvolle Lösung, die unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern die Zukunft des Thomas Cook-Geschäfts sichert.”

Das laufende Sommergeschäft dürfte kaum Anlass zum Optimismus geben. Dass die Buchungen bei den Veranstaltern des Konzerns neun Prozent unter dem Vorjahr liegen, begründet der Konzern mit einer Reduzierung der Risikokapazität. Die Preise sind infolge dessen um zwei Prozent gestiegen. Wegen des harten Wettbewerbs bleiben die Margen jedoch in allen Geschäftsbereichen schwach. Bei den Airlines sind die Buchungen um drei Prozent zurückgegangen. Allerdings wären sie ohne die Kapazitätsreduzierungen der eigenen Veranstalter um elf Prozent gestiegen. Dies sei auf höhere Umsätze mit externen Veranstaltern, insbesondere in Deutschland, zurückzuführen.

 

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