Aufsichtsbehörde rügt Reiseversicherungen

Foto: Stockxpertcom

Die EU-Versicherungsaufsicht Eiopa kritisiert hohe Vermittler-Provisionen bei Reiseversicherungen und hat eine Warnung an die Versicherer ausgesprochen. Die durchschnittlichen Provisionen betrügen rund 24 Prozent der gebuchten Bruttoprämie. Einige Versicherer zahlten jedoch deutlich mehr als 50 Prozent. Zugleich hätten einige Versicherer unterdurchschnittliche Schadensquoten von weniger als 20 Prozent der Bruttoprämie. Auch bemängelt die Behörde ein teilweise sehr schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Verbraucher erhielten vielfach keine Leistungen, da rund 70 Prozent der Versicherer bereits bestehende Erkrankungen nicht abdeckten. Überschneidungen mit anderem Versicherungsschutz würden erst in der Antragsphase und nicht beim Verkauf geprüft, sodass potenziell der Wert der Reiseversicherung verringert werde. Geschäftsmodelle, die hohe Provisionen mit extrem niedrigen Schadensquoten kombinieren und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten verstoßen laut Eiopa gegen die europäische Richtlinie über den Versicherungsvertrieb.
 

Eine Antwort auf Aufsichtsbehörde rügt Reiseversicherungen

  • Welche Reiseversicherungen sollen da über 50% Provisionen zahlen? Geht es hier vielleicht um Reiseversicherungen, die in diversen Kreditkarten enthalten sind?
    Abgesehen davon, dass die an Reisebüros ausbezahlte Provision weit von 50% entfernt ist, habe sich unser Zeitaufwand und unsere Kosten für die Vermittlung von Reiseversicherungen seit vergangenem Jahr vervielfacht – Beratungsprotokolle, zig Seiten Informationen ausdrucken, die von den Versicherern nur noch online zur Verfügung gestellt werden… Und die Regelung , bestehende Erkrankungen nicht abzusichern, stimmt so pauschal benannt auch nicht, denn es kommt darauf an, innerhalb welcher Frist vor Reisebuchung die Versicherten wegen der bestehenden Erkrankung in ärztlicher Behandlung waren.

Schreiben Sie einen Kommentar